Eltern & Kinder

Die Eltern sind die ersten Bezugspersonen und bilden somit die Grundlage für die weitere Beziehungsgestaltung des Menschen. Das Kind ist auf die Fürsorge und Liebe seiner Eltern angewiesen. Es „hört“ also nur auf seine Eltern, weil es geliebt und umsorgt werden möchte. Demzufolge passt es sich den Bedürfnissen, Gewohnheiten und Umständen seines sozialen Umfeldes an, unabhängig ob es seelisch und oder körperlich gesund für ihn ist oder nicht. Denn nur so kann es überleben, da es emotional und körperlich an seine Bezugspersonen gebunden ist. Je jünger ein Kind ist, desto mehr ist es auf die Liebe und Fürsorge seiner Eltern angewiesen und desto größer ist der direkte Einfluss der Eltern auf das Kind und desto ungefilteter übernimmt das Kind die stark prägenden Verhaltensmuster seiner Eltern auf.

In Erziehungsprozessen geht es leider nicht immer liebevoll und verständnisvoll zu. Die Liebe der Eltern zu ihren Kindern ist in verschiedenen Situationen getrübt, aufgrund von eigenen nicht verarbeiteten Verletzungen. Dann sind die Eltern nicht mehr in der Lage die Bedürfnisse ihrer Kinder wahrzunehmen, sondern sie weisen ihre Kinder zurück oder sie sind nicht mehr emotional für sie erreichbar. Das wiederum löst Unsicherheit und Ängste aus, die das Kind durch Weinen oder Wut oder Trotz oder „nicht hören“ zeigt. Die Eltern, gefangen in ihrem eigenen Gefühlschaos regieren auf das Verhalten ihres Kindes mit Bestrafung, wodurch sich das Kind noch belasteter und unsicherer fühlt als vorher. Diese Handlungsmuster wiederholen sich ständig, so dass daraus ein Kreislauf entsteht. Letztlich führt es dazu, dass das Kind zu der irrealen Überzeugung kommt, dass es falsch ist, so wie es ist. Das wiederum führt dazu, dass das Kind diese Grundannahme auf alle Lebensbereiche überträgt.

Die meisten Konflikte, die wir Menschen in unserem Leben erleben, gehen darauf zurück, dass wir Autoritäten symbolisch mit Vater und Mutter gleichsetzen, weil sie die ersten Autoritäten in unserem Leben sind, gegen die wir uns nicht wehren konnten. Die Eltern stehen symbolisch für diejenigen, die über uns bestimmen, gegen die wir nichts tun können. In Folge dessen entstehen toxische Vater- und Mutterübertragungen.

Folglich wird jedem Menschen, der dann im Leben als Autorität auftritt unterstellt, dass „der für mich sorgen will“. Dieser Gedanke löst unbewusst einen Angriff auf die eigene Integrität aus, da der sehnlichste Wunsch aller Lebewesen darin besteht zu leben und lebendig sein zu wollen und nicht immerzu begrenzt zu werden.

Beispiele:

Ein Lehrer gibt vor wie die Kinder/Jugendlichen sich in der Schule verhalten sollen und wie die Aufgaben ausgeführt werden sollen. Das Kind/ Der Jugendliche denkt: „Der will mir vorschreiben, wie ich das zu machen habe. Ich bin doch nicht blöd, das kann ich selbst entscheiden.“ Anstatt zu denken: „Der Lehrer hat mir etwas Neues beigebracht und hilft mir durch seine Vorgabe, dass ich den Stoff möglichst leicht und schnell lernen kann.“

Ein Vorgesetzter gibt vor wie die Aufgaben ausgeführt werden sollen. Der/die Angestellte denkt: „Der will mir vorschreiben, wie ich das zu machen habe. Ich bin doch nicht blöd, das kann ich selbst entscheiden.“ Anstatt zu denken: „Mein Vorgesetzter hat die leitende Funktion und muss dafür Sorge tragen, dass wir alle konstruktiv und effektiv zusammenarbeiten und Vorgaben dafür eine Notwendigkeit sind.“

Ein Paar: Frau kritisiert Mann und umgekehrt in welcher Reihenfolge Dinge erledigt werden sollen. Mann/Frau denkt: „Der will mir vorschreiben, wie ich das zu machen habe. Ich bin doch nicht blöd, das kann ich selbst entscheiden. Du bist nicht meine Mutter/mein Vater“ Anstatt sich zu überlegen, ob die andere Alternative nicht vielleicht effektiver ist.

 

Webinaranmeldung:

Email an: seminarpraxishunter@gamil.com

 Voraussetzungen: Teilnahme an Reiki Grad 1 oder Rainbow Reiki Grad 1 und 1 Set Chakra-Energie-Karten

 Kosten: 180€

 Dozentin: Anne E. Hunter

 

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